Aktuelles
- 10. 03. 2010
GRUSS: Frühkindliche Bildung darf nicht von der Herkunft abhängen
BERLIN. Zur heute vorgestellten Studie des Statistischen Bundesamtes zu Kindern mit Migrationshintergrund in Betreuungseinrichtungen erklärt die stellvertretende Vorsitzende und familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Miriam GRUSS:Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind alarmierend, denn sie zeigen: Kinder mit Migrationshintergrund besuchen seltener eine Kindertageseinrichtung als Kinder ohne Migrationshintergrund. Aber gerade für Kinder mit Migrationshintergrund ist der Besuch einer Betreuungseinrichtung im Hinblick auf die Förderung der sprachlichen Entwicklung von großer Wichtigkeit. Kinder erlernen dort in einem frühen, lernsensiblen Alter nicht nur soziale Kompetenz, sondern sind auch sehr empfänglich für frühkindliche Bildungsbemühungen.
Sprache ist der Schlüssel zur Integration - und damit auch der Grundstein für die erfolgreiche Teilhabe am Bildungssystem und der Gesellschaft. Um möglichst alle Kinder zu erreichen, sollte zunächst der Halbtagsplatz im Kindergarten kostenfrei sein, auf lange Sicht sollte eine komplett kostenfreie Kinderbetreuung angestrebt werden. Denn frühkindliche Bildung kommt jedem Kind zu Gute, unabhängig von seiner Herkunft.